Save the date: Gedenkstättenfahrt 2015

Die Fahrt findet mit Teilnehmenden aus dem gesamten Bundesverband statt. Untergebracht sind wir in Krakau in drei Studierendenwohnheimen und es finden neben den Besuch der Erinnerungsorte/Gedenkstätten Auschwitz I, Auschwitz-Birkenau und Auschwitz-Monowitz Workshops in den Räumlichkeiten der Universität Krakau thematisch passend statt. Weiterhin wird auch die Stadt Oswiecim besucht.

Weitere Infos, insbesondere zu Rahmenveranstaltungen (Lesungen, Vorträge, Workshops) in Marburg und Kassel, sowie zu den geplanten Vorbereitungsseminaren für die Teilnehmenden, sowie die Nachbereitungsseminare folgen.

Interessent*innen können sich an uns per Mail (die-falken-marburg@riseup.net) wenden.

Die Gedenkstättenfahrt ist für Teilnehmende ab 15 Jahren angedacht. Das Programm ist vom 06.04. bis 10.04.2015 geplant, die Anreise erfolgt am Sonntag (05.04.2015).

Jahresprogramm 2014

Im Laufe des Jahres 2014 wird es eine Vielzahl an unterschiedlichen Seminaren und Freizeiten der nordhessischen Falken geben.

Für Kinder und Jugendliche wurde ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt, das wir hier kurz vorstellen möchten. Bereits in den Osterferien gibt es eine einwöchige Kinderfreizeit. Unter dem Motto „Schert Euch doch zum Donnerdrummel!“ können sich die Kinder ab sechs Jahren hier mit der Romanfigur Ronja Räubertochter lernen, was Kinderrechte sind. Die Freizeit findet vom 22.­ bis 25. April im Falkenheim auf dem Belgerkopf statt und kostet 25 €. Mehr Infos dazu gibt es hier.

Über Pfingsten folgt dann ein Seminar für Jugendliche ab 15 Jahren. Die Falken fragen: „Hat hier gerade jemand Spaltung gesagt?“ und wollen über die Vielfalt linker Gesellschaftskritik diskutieren. Ausgehend von der Krise traditoneller linker Theorie und Praxis sollen neue Ansätze emanzipatorischer GEsellschftskritikvorgestellt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht zuletzt die Kritische Theorie und die sog. postmodernen Ansätze von Gesellschaftskritik. Das Seminar findet in der Projektwerkstatt in Saasen statt. Mehr Infos zu dieser Veranstaltung gibt es hier.

In den Sommerferien folgen dann drei Zeltlager, die gemeinsam mit den Falken in Südhessen geplant werden. Die Altersgruppen von 6 bis 11 und 12 bis 15 Jahren fahren vom 28. Juli bis ­14. August auf die Nordseeinsel Föhr. Beide Zeltlager finden auf dem selben, direkt am Strand gelegenen Platz statt, sind aber organisatorisch getrennt. Beide bieten nicht nur ein altersgerechtes Programm, sondern auch vielfältige Möglichkeiten für die Kinder und Jugendlichen, sich und ihre Bedürfnisse in den Zeltlageralltag einzubringen. Die Jugendlichen ab 16 Jahren fahren vom 2.­ bis 18. August nach Heiligensee bei Berlin. Hier soll nicht nur der Camp­-Alltag gemeinsam organisiert und viel politisch diskutiert, sondern auch der eine oder andere Ausflug in die Metropole gewagt werden. Mehr Infos dazu gibt es hier.

Im Herbst gibt es zunächst vom 10.­ bis 12. Oktober ein weiteres Seminar für Jugendliche ab 15 Jahren. Hier sollen Fragen rund um die Themen Geschlecht und Sexualität unter dem Motto „Queer!“ aufgegriffen werden. „Queer“ ist ein geschlechterpolitischer Ansatz, der die Normalität einer Welt, in der es nur zwei Geschlechter und heterosexuelles Begehren gibt, radikal in Frage stellt. Die Veranstaltung findet im Falkenheim in Bad Hersfeld statt. Mehr Informationen gibt es hier.

Vom 21. bis 23. November folgt dann ein Medienpädagogisches Seminar für Kinder, bei dem die Kinder anlässlich des 25­jährigen Jubiläums der UN­Kinderrechtskonvention einen Trickfilm zum Thema „Kinderrechte“ gestalten können. Die Veranstaltung findet im Falkenheim in Bad Hersfeld statt. Mehr Informationen gibt es hier.

Zum Jahreswechsel werden wir voraussichtlich ins Falkenbildungszentrum Freundschaft zum Winterdinx nach Groß-Denkte fahren und dort eine schöne Zeit mit vielen Falken aus Niedersachsen und Hessen, sowie befreundeten Genoss*innen verbringen. Weitere Infos folgen, wenn sich die Planungen verdichten.

Über diese Veranstaltungen hinaus werden insbesondere in Kassel und Marburg verschiedene Tagesveranstaltungen stattfinden. So gab es bereits in Marburg einen Vortrag mit Olaf Kistenmacher zu Rosa Luxemburg als politischer Theoretikerin sowie in Kassel eine Lesung mit dem Wiener Schriftsteller und Autor Robert Foltin. Auch für Kinder gab es bereits einiges an Action ­ so zum Beispiel beim „Back To Nature“­Seminar, das am ersten März­Wochenende im Falkenheim Belgerkopf in Kaufungen stattgefunden hat.

Bei weiteren Fragen und zur Anmeldung wenden Sie sich bitte an Julian Bierwirth (Telefon 05 61/ 9 79 42 80) bzw. an nordhessen@falken­hessen.de.

Schert euch doch zum Donnerdrummel!

Mit Ronja Räubertochter auf den Spuren der Kinderrechte.

Ein Seminar zu Kinderrechten und Naturerlebnis.

Für Kinder ab 6 Jahren.

Ronja Räubertochter ist toll. Sie wohnt mit einem Haufen Erwachsener zusammen, aber findet trotzdem ihren eigenen Weg. Sie erkämpft sich ihre Freiräume, wenn mit Birk den Wald entdeckt. Sie ist stark und mutig – und sie weiß, was ihr zusteht. Sie setzt sich für ihre Rechte ein – und für die Rechte von anderen.

Wir sind aber auch toll. Und darum wollen wir an diesen vier Tagen gemeinsam die Geschichte von Ronja Räubertochter erleben – und überlegen, was sie für unser Leben bedeuten kann. Was hat Ronja nicht alles erlebt – und was können wir nicht alles erleben. Auf den Spuren von Ronja Räubertochter wollen wir lernen, unser Leben in die eigene Hand zu nehmen und für unsere Rechte zu streiten.

Unsere Rechte – das sind die Kinderrechte. Wir haben das Recht zum spielen und zum lernen, wir haben das Recht unsere Meinung zu sagen und mitzureden, wenn es um uns und unsere Interessen geht. Und das wollen wir auch machen – wir wollen toben, spielen und lachen, wir wollen Lagerfeuer machen und gemeinsam das tun, was uns wichtig ist. Es ist schließlich unser Leben, und nicht das von irgendwelchen Erwachsenen…

Ort: Falkenheim Belgerkopf // Kaufunger Wald
Datum: 22.-25. April 2014
Kontakt: Julia Bicker // Tel. 0561.9 794 2 80 // nordhessen@falken.de
Die Freizeit kostet 25 €, ermäßigt 20 €.
Die Ronja Freizeit ist eine Veranstaltung der SJD – Die Falken Hessen-Nord

Seminar: Hat hier gerade jemand Spaltung gesagt?

Linke Gesellschaftskritik im 21. Jahrhundert

Wann? 6.­ bis 9. Juni 2014

Wo? In der Projektwerkstatt Saasen

Am Anfang war der Marx

Ob es heutige Linke nun wollen oder nicht: der traditionelle Marxismus ist das Urbild aller emanzipatorischen Gesellschaftstheorie. Es hat einige Zeit gedauert, bis deutlich wurde, das hier nicht alles Gold war, was glänzt. Auch der traditionelle Marxismus hat seine dunklen Schattenseiten. Auch er hat Elemente, die wir heute nicht mehr als sonderlich emanzipatorisch bewerten würden. Darum ist es auch kein Wunder, das er in der ersten Hälfte des 20. Jhds. in eine schwere Krise geraten ist.

Andere Zeiten, neue Kritik

Im Zuge dieser Krise der traditionellen linken Befreiungstheorie haben sich Abgrenzung von der Theorie und Praxis des traditionellen Marxismus neue linke Ansätze zur Gesellschaftskritik entwickelt. Im Mittelpunkt dieses Seminars sollen vor allem die Kritische Theorie (Adorno, Marcuse, Fromm) und der Postmoderne (Foucault, Derrida, Butler). * Wir wollen in diesem Seminar gemeinsam herausarbeiten, von welchen (unterschiedlichen) Momenten des traditionellen Marxismus sie sich abgrenzen – und warum ihnen deshalb bestimmte Erkenntnisse als besonders wichtig gelten. Im Mittelpunkt steht also der Versuch zu verstehen, warum sich unterschiedliche linke Strömungen herausgebildet haben und warum die sich nicht selten spinnefeind sind.

Aktuelle Debatten

Nach diesem Einblick in die linke Theoriegeschichte wollen wir uns schließlich den neueren Diskussionen dieser Strömungen zuwenden. In der Tradition der Kritischen Theorie könnten hier z.B. die Wertkritik oder die Neue Marx Lektüre im Mittelpunkt stehen, in der Tradition des Poststrukturalismus könnte eine Auseinandersetzung mit postkolonialer Theorie, Queer­Theory und Critical Whiteness weiterführend sein.

Theorie und Praxis

Dabei ist die Auseinandersetzung mit diesen Theorien für uns kein Selbstzweck. Wir wollen auch herausfinden, ob sie uns heute zur Erklärung unseres Unbehagens in der Gesellschaft Hilfestellungen geben können. Dass das Seminar in der Projektwerkstatt in Saasen stattfinden wird, gibt unserem Vorhaben einen nur noch größeren Reiz: Die Projektwerkstatt ist nicht nur selbst lebendige Bewegungsgeschichte, sondern verfügt zudem über eine umfangreiche Bibliothek zu verschiedensten Themen emanzipatorischer Bewegungen.

* Teil des Seminar wird möglicherweise auch die Einsicht sein, das es ,die‛ Kritische Theorie genausowenig gibt wie ,die‛ Postmoderne – und das viele der Theoretiker*innen sich zeitlebens mit Händen und Füßen gewehrt haben, da überhaupt reinsortiert zu werden.

Info

Anmeldung bitte an unser Büro schicken oder faxen. Nach der Anmeldung bekommst Du eine Anmeldebestätigung zugeschickt. Eine Anreise wird aus Kassel, Frankfurt, Gießen Marburg und Darmstadt bei Bedarf organisiert.

Der Teilnahmebetrag inkl. Anreise, Verpflegung und Unterkunft beträgt 20 Euro, der reduzierte Beitrag (für Mitglieder oder Geschwister) 15 Euro.

Am Geld soll die Teilnahme aber nicht scheitern. Bitte wende Dich einfach an uns!

Kontakt

SJD – Die Falken Hessen Nord
Humboldstr. 8A, 34117 Kassel
Mail: nordhessen@falken­hessen.de
Tel.: 05 61/ 9 79 42 80
Fax: 05 61/ 9 79 42 79

Sozialismus oder nationale Befreiuung – Zur Erinnerung an die marxistische Theoretikerin Rosa Luxemburg

Sozialismus oder nationale Befreiuung
Anlässlich der bundesweiten Aktionswoche „Rosa & Karl“ laden wir Falken recht herzlich am Mittwoch, den 8. Januar 2014 um 18:00 Uhr in die DGB-Büroetage, Bahnhofstraße 6 in Marburg zum Vortrag „Sozialismus oder nationale Befreiuung – Zur Erinnerung an die marxistische Theoretikerin Rosa Luxemburg“ von Olaf Kistenmacher ein.

Inhalt des Vortrages ist folgender:
Rosa Luxemburgs Analyse des Kapitalismus und des Imperialismus unterschied sich wesentlich von dem, was der Marxismus-Leninismus in den 1920er Jahren dazu zu sagen hatte. Während die Kommunistische Internationale die berühmte Parole aus dem „Kommunistischen Manifest“ zu „Pro­le­ta­ri­er aller Län­der und un­ter­drück­te Völ­ker der Welt, ver­ei­nigt euch!“ verlängerte, stand Luxemburg der „nationalen Befreiung“ skeptisch gegenüber. Für sie war der Imperialismus Folge eines strukturellen Problems kapitalistischer Gesellschaften, dem sich kein Staat entziehen könne.

Olaf Kistenmacher ist Mitglied des Villigster Forschungsforums zu Nationalsozialismus, Rassismus und Antisemitismus und veröffentlicht in der „Phase 2“ und „Jungle World“.

Die Veranstaltung ist Teil der bundesweiten Aktionswoche Rosa & Karl.

Weitere Infos zum „Rosa & Karl“-Seminarwochenende und Gedenken, sowie zu der bundesweiten Aktionswoche findet Ihr hier:
http://rosaundkarl.de/

http://www.wir-falken.de/aktuelles/meldungen/7192993.html
http://www.wir-falken.de/termine/event_24730.html

Wir hoffen zahlreiche Besucher*innen bei unserer Veranstaltung begrüßen zu dürfen.